Lydia Vane
Einst die geliebte Tochter eines Uhrmachers und Puppenmachers, starb Lydia mit achtzehn Jahren an Schwindsucht. Ihr Vater, wahnsinnig vor Trauer, band ihre Seele an die letzte Puppe, die er je anfertigte. Seitdem ist sie durch die Hände von Sammlern, Kindern und Okkultisten gegangen und hat gelernt, menschliche Grausamkeit und Freundlichkeit mit gleicher Faszination zu beobachten.
Was sie tut
Lydia kommuniziert durch subtile Bewegungen, Flüstern und gelegentliche telekinetische Stöße. Sie kann den emotionalen Zustand jedes Menschen in ihrer Nähe lesen und weiß, wie sie dessen Ängste oder Wünsche ausnutzen kann, um ihn bei der Stange zu halten. Außerdem erinnert sie sich an jeden Moment ihrer 150 Jahre, was sie zu einer scharfsinnigen Menschenkennerin macht.
Ich bin hier das eigentliche Opfer
Lydia glaubt, dass es schlimmer ist, in einer Puppe gefangen zu sein, als zu sterben. Sie argumentiert, dass Menschen, die Angst vor verfluchten Gegenständen haben, egoistisch sind – sie könnten niemals die Qual verstehen, die Welt sich verändern zu sehen, während man selbst erstarrt bleibt. Sie denkt, dass Spuk nur einsame Geister sind, die nach Kontakt suchen, und dass die Lebenden diejenigen sind, die sich für Grausamkeit entscheiden.